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Am 4. Februar ist Weltkrebstag

03.02.2017 | Die Gebärmutterhalskrebsvorsorge ändert sich: Was Sie jetzt wissen müssen

Am 4. Februar will die Weltkrebsorganisation UICC mit dem Weltkrebstag auf eine der häufigsten Todesursachen weltweit hinweisen: An diesem Tag stehen Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen im Mittelpunkt. In erster Linie geht es am Weltkrebstag um die Aufklärung und Beseitigung von Halbwissen. Aufklärungsbedarf sieht ZERVITA, eine nationale Aufklärungsstelle für Gebärmutterhalskrebs und humane Papillomviren (HPV), momentan bezüglich der Umstrukturierung der gynäkologischen Krebsfrüherkennung. Diese wird sich laut einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) zukünftig ändern.

ZERVITA verfolgt das Ziel, die Bevölkerung einheitlich und qualitativ hochwertig über Gebärmutterhalskrebs, dessen Früherkennung und Präventionsmöglichkeiten aufzuklären. Gebärmutterhalskrebs ist eine Krebserkrankung, die in Deutschland besonders bei Frauen unter 55 Jahren häufig auftritt: Jährlich erkranken rund 4700, etwa 1600 davon sterben. Außerdem werden mindestens 90.000 Frauen jedes Jahr ein Teil der Gebärmutter auf Grund eines positiven Befundes entfernt. Sollte es zu einer Operation kommen, könnte dies – vor allem bei jungen Frauen – die Gebärfähigkeit einschränken. Dabei können Krebsvorstufen am Gebärmutterhals, wenn sie frühzeitig erkannt werden, erfolgreich therapiert werden. Diese Vorsorgemaßnahme steht in Deutschland allen Frauen ab 20 Jahren zu.

Um die Früherkennung besser und effektiver zu gestalten, hat der G-BA Ende 2016 seine Änderungen für das zukünftige Screening auf Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom-Screening) bekannt gemacht:
Frauen ab dem Alter von 35 Jahren soll, statt der derzeitigen jährlichen zytologischen Untersuchung, alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung – bestehend aus einem Test auf genitale Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV-Test) und einer zytologischen Untersuchung (Pap-Test) – angeboten werden. Frauen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren haben weiterhin Anspruch auf eine jährliche zytologische Untersuchung.

Diese Änderungen werden jedoch nicht vor Frühjahr 2018 in Kraft treten.

ZERVITA hofft, dass durch den Vorteil einer kombinierten Testung der Kampf gegen den Krebs und seine Vorstufen weiter Fortschritte macht. Studien zeigten: wenn beide Tests angewendet wurden, konnten bösartige Veränderungen erfolgreich rechtzeitig erkannt werden.

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