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Schavan unterstützt Aufklärungsprojekt zum Gebärmutterhalskrebs
Die Bundesforschungsministerin übernimmt die Schirmherrschaft für ZERVITA
(Marburg/Tübingen, 18. November 2008) Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, übernimmt die Schirmherrschaft für ZERVITA, ein bundesweites Information- und Aufklärungsprojekt zum Thema Gebärmutterhalskrebs. ZERVITA informiert wissenschaftlich fundiert und aktuell über Risikofaktoren, Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und seinen Vorstufen sowie über die ursächlich verantwortlichen humanen Papillomviren (HPV). Jährlich erkranken in Deutschland etwa 6.200 Frauen an dieser Krebsform, fast 1.700 sterben an den Folgen. Für die Entdeckung des Zusammenhangs zwischen einer Infektion mit HPV und Gebärmutterhalskrebs und die Wegbereitung für die Entwicklung eines heute verfügbaren Impfstoffes wird in diesem Jahr der Nobelpreis für Medizin an den Heidelberger Krebsforscher Professor Harald zur Hausen verliehen.
Ziel der Projektgruppe ZERVITA, in der sich Vertreter von 27 wissenschaftlichen
Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Krebsorganisationen zusammengefunden haben, ist es, qualitativ hochwertige und einheitliche Informationen rund um das Thema Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln und breit zugänglich zu machen. Der Informationsbedarf zu dieser Krebsform sowie zu den Möglichkeiten zu ihrer Früherkennung oder Vorbeugung durch eine Impfung ist noch immer groß. Bundesforschungsministerin Schavan unterstreicht die Bedeutung von ZERVITA als effektive Kooperation, in der wissenschaftliches Expertentum gebündelt wird, um die Bevölkerung sachlich zum Thema Gebärmutterhalskrebs aufzuklären: „So können neueste Forschungserkenntnisse unmittelbar zugänglich und nutzbar gemacht werden. Damit gelingt ein wirksamer Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Patientinnen“, so Schavan. „In Deutschland gibt es eine hervorragende Krebsforschung. Das zeigt der Nobelpreis für Professor zur Hausen Auch in Zukunft bleibt es eine wichtige Aufgabe, die Forschungsleistungen in die Praxis umzusetzen und einer großen Öffentlichkeit zu vermitteln“, betont die Ministerin.
>> Grußwort Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan
Ausführliche Informationen zum Thema Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) für die Öffentlichkeit wie auch für Fachkreise gibt es auf dieser Website und speziell für Mädchen auf www.zervita-girl.de
Hintergrundinformationen
- Ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs wurde außerdem in den letzten Jahren mit der erfolgreichen Entwicklung von Impfstoffen gegen die Hauptverursacher des Zervixkarzinoms – bestimmte Typen der Humanen Papillomviren (HPV 16 und 18) – und verschiedener Testverfahren zum Nachweis einer HPV-Infektion getan. Die HPV-Typen 16 und 18 sind für etwa zwei Drittel aller Neuerkrankungsfälle an Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Eine Impfung ist in Deutschland seit 2006 möglich. Seit März 2007 gibt es eine offizielle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für Mädchen von 12 bis 17 Jahren. Durch eine solche Impfung kann der Erkrankung noch wirksamer vorgebeugt werden.
- Die genannten Zusammenhänge sind Frauen in Deutschland noch zu wenig bekannt. Die im Jahr 2006 gegründete Projektgruppe ZERVITA möchte mit verständlichen, wissenschaftlich abgesicherten und verlässlichen Informationen in der Bevölkerung und in medizinischen Fachkreisen das Bewusstsein für Gebärmutterhalskrebs, dessen Ursachen sowie die Möglichkeiten der Vorbeugung und Früherkennung fördern und mehr Frauen als bisher zur Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen motivieren.
- Die Steigerung der Teilnahmerate an den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen ist auch ein wichtiges Teilziel des neuen nationalen Krebsplans, den die Bundesregierung im Sommer dieses Jahres zusammen mit der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren initiiert hat. Die Projektgruppe ZERVITA will mit ihrem Angebot ausgewogener, differenzierter und zielgruppengerechter Informationen und einer kontinuierlicher Öffentlichkeitsarbeit die im Krebsplan erklärten Ziele unterstützen.
- Die Gründung der Projektgruppe ZERVITA geht auf eine Initiative des Tübinger Virologen Professor Thomas Iftner zurück. Geleitet wird die Projektgruppe von einem aus 7 Mitgliedern bestehenden Lenkungsausschuss:
Prof. Nikolaus Becker (Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie), Dr. Ingolf Dürr (Deutsches Grünes Kreuz e.V.), Dr. Hans-Joachim Gebest (Deutsches Krebsforschungszentrum / Krebsinformationsdienst Heidelberg), Prof. Thomas Iftner (Institut für Frauengesundheit Baden-Württemberg), Dr. Werner Harlfinger und Dr. Manfred Steiner (Berufsverband der Frauenärzte e. V.) sowie
PD Dr. Hans-Joachim Wagner (Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e. V.). - Bisher haben sich 27 in Prävention, Früherkennung, Diagnose und Behandlung des Gebärmutterhalskrebses engagierte wissenschaftliche Fachgesellschaften, Berufsverbände, Institutionen und Organisationen der Projektgruppe ZERVITA angeschlossen.
- Die Aufklärungskampagne wird im Rahmen des Projekts INCA (The role of chronic INfections in the development of CAncer) für vier Jahre durch die Europäische Union und durch weitere Förderer unterstützt.
- Mit Bundesministerin Schavan als Schirmherrin ist ZERVITA nun noch stärker in die Gesundheitsinformationslandschaft in Deutschland eingebunden. Die Projektgruppe freut sich über diese Anerkennung der Ziele und der Arbeit von ZERVITA.
Gebärmutterhalskrebs ist in Deutschland mit geschätzten 6.200 Neuerkrankungen jährlich keine seltene Krebserkrankung. Etwa 1.700 Frauen sterben pro Jahr an den Folgen des Zervixkarzinoms. Diese Zahlen – so sind sich Experten einig – könnten deutlich gesenkt werden, wenn mehr Frauen die Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen würden und die Teilnahme regelmäßig erfolgen würde. Durch die regelmäßige Abstrichuntersuchung (Pap-Test), die Frauen in Deutschland ab dem Alter von 20 Jahren einmal jährlich kostenfrei durchführen lassen können, lassen sich bereits Krebsvorstufen frühzeitig erkennen. Eine Behandlung ist in diesem Stadium einfach und fast immer dauerhaft erfolgreich. Der Pap-Test ist Teil des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms.
Ausführliche Informationen für die Öffentlichkeit wie auch für Fachkreise sind über die Websites – www.zervita.de und für Mädchen www.zervita-girl.de – abrufbar oder bei der ZERVITA-Pressestelle erhältlich. Pressekontakt: Dr. Ingolf Dürr; zervita-presse@kilian.de (Pressestelle beim Deutschen Grünes Kreuz e. V.)
Individuelle Anfragen zum Thema beantwortet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (KID) als ZERVITA-Projektpartner mit seiner kostenfreien Telefon-Hotline (0800-420 30 40) und seinem E-Mail-Service krebsinformationsdienst@dkfz.de.
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beim Krebsinformationsdienst KID:
Tel. 0800 - 420 30 40
Für Anfragen aus dem Ausland:
Tel. 0049 - 62 21 - 99 98 000 (kostenpflichtig)
täglich von 8 bis 20 Uhr
E-Mail:
krebsinformationsdienst@dkfz.de
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und Forschung
Veranstaltungen, Kongresse
HPV-Impfung
Deutsches Grünes Kreuz e.V. (DGK)
European Cervical Cancer Association (ECCA)
Institut für Frauengesundheit (IFG)
Krebsinformationsdienst (KID)
Universitätsklinikum Tübingen (UKT)
The role of chronic INfections
in the development of CAncer (INCA)




