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Gebärmutterhalskrebs - Früherkennung

Gebärmutterhalskrebs gehört zu den wenigen Tumorarten, die man schon vor einem gefährlichen Stadium feststellen, behandeln und heilen kann. Die dazu geeigneten Untersuchungen sind schmerzlos und einfach durchführbar.

Im Rahmen der Früherkennung kommt dem Pap-Test besondere Bedeutung zu: Ein Zellabstrich vom Muttermund (Portio) und aus dem Gebärmutterhalskanal (Zervikalkanal) wird mikroskopisch auf Zellveränderungen untersucht, die auf Krebsvorstufen hinweisen können.

Die regelmäßige Abstrichuntersuchung bietet die Chance, solche Krebsvorstufen frühzeitig zu erkennen und mit einem wenig belastenden Eingriff dauerhaft zu entfernen.

Bedeutung der Früherkennung

Vorstufen und Frühformen des Zervixkarzinoms verursachen keine Beschwerden. Treten Symptome auf, wie Schmerzen oder blutiger Ausfluss, ist die Erkrankung meist schon weiter fortgeschritten und schwieriger zu behandeln.

Bei der Krebsfrüherkennung entdeckte Vorstufen lassen sich dagegen mit einfachen und wenig belastenden Methoden dauerhaft entfernen. Die Entwicklung zum gefährlichen, in andere Gewebe eindringenden, (invasiven) Krebs kann verhindert werden.

Im Mittel vergehen mehr als 10 Jahre bis aus einer Krebsvorstufe ein invasiver Krebs wird.

Gebärmutterhalskrebs gehört daher zu den wenigen Tumorarten, die man schon vor der eigentlichen Krebsentstehung behandeln und in frühen Stadien heilen kann.

Früherkennungsuntersuchung

Bei der Früherkennung untersucht der Arzt äußere und innere Geschlechtsorgane und entnimmt einen Zellabstrich, der mikroskopisch untersucht wird (Pap-Test, zytologische Untersuchung). Bei korrekter und regelmäßiger Durchführung des Pap-Tests lassen sich die meisten Zellveränderungen und Krebsvorstufen frühzeitig erkennen und können erfolgreich behandelt werden.

Überall dort, wo diese Abstrichuntersuchung als Reihenuntersuchung eingeführt wurde, ist die Zahl der Erkrankungen an Zervixkarzinom sehr stark zurückgegangen, je nach Organisation und Qualität des Programms um bis zu 80 Prozent (IARC 2005).

Folge einer chronischen HPV-Infektion

  • Heute wissen die Forscher, dass Gebärmutterhalskrebs tatsächlich die seltene Spätfolge einer chronischen Infektion ist: Die lang andauernde Infektion mit bestimmten Typen von Humanen Papillomviren (HP-Viren, kurz HPV) ist die notwendige Voraussetzung für das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs.