Häufigkeit des Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
Zahlen zum Zervixkarzinom
In Deutschland erkrankten nach Hochrechnungen der Dachdokumentation Krebs am Robert-Koch-Institut auf der Basis von Krebsregisterdaten im Jahr 2004 etwa 6.200 Frauen an Gebärmuterhalskrebs, und über 1.700 Frauen starben daran.
Gebärmutterhalskrebs wird am häufigsten im Alter von 45 bis 55 jahren diagnostiziert, Vorstufen können schon bei 20- bis 30jährigen Frauen auftreten.
Ein erster Häufigkeitsgipfel findet sich bereits bei Frauen zwischen 35 und 55 Jahren. Das ist im Vergleich zu vielen anderen Krebserkrankungen sehr früh. Nach einem vorübergehenden Rückgang steigt die Erkrankungshäufigkeit ab dem 65.Lebensjahr erneut an.
In Europa (25 EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Norwegen und die Schweiz) steht Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs an zweiter Stelle der krebsbedingten Todesursachen bei Frauen unter 45 Jahren.
Vor der Einführung des gesetzlichen Früherkennungsprogramms 1971 zählte das Zervixkarzinom in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Mittlerweile ist es durch das Angebot der regelmäßigen Abstrichuntersuchung und die frühzeitige Behandlung von Krebsvorstufen auf Platz zehn zurückgedrängt worden.
Allerdings ist die Erkrankungsrate in Deutschland im europäischen Vergleich noch immer relativ hoch. 2002 lag sie bei 13,3 Erkrankungen pro 100.000 Frauen pro Jahr. Die Häufigkeit (Inzidenz) für Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs (höhergradige Präkanzerosen) liegt allerdings um das 50-100 fache höher.
Altersstandardisierte Neuerkrankungsrate in der
Europäischen Union 2002
Neuerkrankungen pro 100.000 (Weltstandard)
Quelle: GLOBOCAN-Schätzung 2002
