Hotline

Individuelle Informationen beim KID:
Telefon: 0800 - 420 30 40
Ausland: 0049 - 62 21 - 99 98 000
krebsinformationsdienst@dkfz.de

Schließen
 
Nimm mit uns Kontakt auf!
Gerne auch anonym

Gebärmutterhalskrebs

Weltweit ist Gebärmutterhalskrebs die vierthäufigste Tumorerkrankung der Frau. In Deutschland war Gebärmutterhalskrebs noch in den 1970er Jahren die häufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane, heute steht er an zwölfter Stelle der Krebserkrankungen bei Frauen.

Gebärmutterhalskrebs: Zervixkarzinom

Dass dieser Krebs – fachsprachlich „Zervixkarzinom“ genannt – in den letzten drei Jahrzehnten eingedämmt werden konnte, ist einem Test zuzuschreiben, der in den frühen 1970er Jahren Teil des Angebots der gesetzlichen Krebsfrüherkennung wurde: dem „Pap-Test“. Damit können anhand von Zellproben mögliche Vorstufen und erste Stadien des Tumors entdeckt werden. Trotz dieser Fortschritte sterben in Deutschland alljährlich zwischen 1.500 und 1.600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs; europaweit steht er an siebter Stelle der krebsbedingten Todesursachen bei Frauen, weltweit ist er sogar auf Platz vier.

Gebärmutterhalskrebs ist vermeidbar

Die Ursache für ein Zervixkarzinom ist eine langanhaltende Infektion mit bestimmten Typen des Humanen Papillomvirus (HPV). Ohne diese Viren, so der derzeitige Stand des Wissens, kann es nicht zu Gebärmutterhalskrebs kommen. Gegen die zwei gefährlichsten Typen gibt es seit 2006 eine Impfung. Nach dieser HPV-Impfung ist die körpereigene Abwehr darauf vorbereitet, gegen diese gefährlichen Typen der Humanen "Papillomviren“ vorzugehen.
Ab 20 sollte man zur regelmäßigen Früherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt gehen, da können bereits die Krebsvorstufen erkannt und gut behandelt werden.

Ursachen

  • Die langandauernde Infektion mit bestimmten Typen Humaner Papillomviren (HPV) ist die Vorraussetzung zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs.

Krebsfrüherkennung

  • Frühzeitig erkannt ist Gebärmutterhalskrebs heilbar.
  • Regelmäßige frauenärztliche Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung sind daher sehr wichtig.

In Deutschland

  • In Deutschland erkranken pro Jahr zirka 4.700 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Gebärmutterhalskrebs ist hierzulande vergleichsweise selten – nicht aber Infektionen mit Papillomviren und die sich daraus entwickelnden Krebsvorstufen.