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Vorbeugende Impfung gegen Humane Papillomviren
Bisher wurden zwei Impfstoffe gegen HPV entwickelt (Cervarix® und Gardasil®), die vor einer Infektion mit den zwei häufigsten Krebs verursachenden HPV-Typen (HPV 16 und 18) schützen sollen. HPV 16 und HPV 18 sind zusammen für etwa 70 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich.
In Studien verhinderten die Impfstoffe erfolgreich anhaltende Infektionen mit HPV 16 und HPV 18 sowie durch diese HPV-Typen verursachte Krebsvorstufen. Einer der beiden Impfstoffe (Gardasil®) schützt zudem vor den HPV-Typen 6 und 11, Hauptverursacher von genitalen Warzen. Gardasil wurde bereits im Oktober 2006 zugelassen, Cervarix im September 2007.
Mädchen sollten am besten vor dem ersten sexuellen Kontakt geimpft werden, denn der Impfschutz ist nur dann sicher wirksam, wenn noch keine Infektion mit HPV-Impftypen 16 und 18 und, im Fall von Gardasil, zusätzlich 6 und 11 stattgefunden hat. Für einen optimalen Impfschutz sind drei Injektionen des Impfstoffs innerhalb von 6 Monaten erforderlich. Ein HPV-Test vor der Impfung wird nicht empfohlen.
Die Impfung soll die Entstehung von durch Infektion mit HPV 16 und 18 ausgelöstem Gebärmutterhalskrebs verhindern. Sie kann die Pap-Abstrichuntersuchung aber nicht ersetzen, denn etwa 30 Prozent der Zervixkarzinome werden durch andere HPV-Typen als 16 und 18 verursacht, gegen die die verfügbaren Impfstoffe nicht wirksam sind. Eine regelmäßige Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen ist also weiterhin nötig.
Es ist noch offen, wie lange der Impfschutz anhält und ob und wann möglicherweise eine Auffrischung erforderlich ist. Die Nachbeobachtungsdauer bei den in den Studien geimpften Mädchen und Frauen beträgt bisher maximal 5 Jahre. Über diesen Zeitraum hielt der Impfschutz vollständig an.
Auch ist noch nicht durch Studien belegt, welche Auswirkung die Impfung von Jungen auf die Verbreitung der im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen haben kann und ob sie durch die Impfung auch vor den möglichen Folgeerkrankungen einer HPV-Infektion wie Peniskarzinom und Karzinome am After (Analkarzinom) geschützt werden. Für Jungen wird die Impfung derzeit nicht empfohlen.
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Konsequenzen für die Früherkennung mittels Pap-Test
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