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ZERVITA klärt über Gebärmutterhalskrebs und Humane Papillomviren (HPV) auf

ZERVITA – eine nationale Aufklärungsstelle über Gebärmutterhalskrebs und Humane Papillomviren (HPV) – wurde im September 2006 durch die drei Gründungsmitglieder, das Institut für Frauengesundheit Baden-Württemberg, das Deutsche Grüne Kreuz e.V. und den Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums, gegründet. Aktuell sind in ZERVITA 20 Mitgliedsorganisationen verteten: wissenschaftliche Fachverbände, Berufsverbände und Krebsorganisationen. Weitere Informationen über die Zusammensetzung der Projektgruppe ZERVITA finden Sie hier.

ZERVITA verfolgt das Ziel, die Bevölkerung einheitlich und qualitativ hochwertig über Gebärmutterhalskrebs, dessen Früherkennung und Präventionsmöglichkeiten sowie die ursächlichen HPV-Typen aufzuklären.


Hintergrund zur Gründung von ZERVITA

Trotz sehr guter Möglichkeiten der Früherkennung und Frühbehandlung ist der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) mit 4.900 Neuerkrankungen im Jahr in Deutschland keine seltene Krebserkrankung. Knapp 1.600 Frauen sterben jährlich an den Folgen des Zervixkarzinoms.

Dies sind Schicksale die sich vermeiden ließen, würden mehr Frauen und Mädchen die heute vorhandenen Angebote zur Früherkennung und Vorbeugung wahrnehmen.

Zusammenhang zwischen HPV und Gebärmutterhalskrebs

Eine andauernde Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV) ist die Vorraussetzung für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Diese Entdeckung wurde 2008 mit der Vergabe des Medizin-Nobelpreises  an Prof. Harald zur Hausen gewürdigt. Zirka drei Viertel aller Frauen und Männer kommen im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren, die Krebs auslösen können, in Kontakt.
Diese Zusammenhänge sind Frauen in Deutschland noch zu wenig bekannt. Der Themenkomplex „Gebärmutterhalskrebs“ wird nach wie vor in den Medien diskutiert. Trotzdem - oder vielleicht deswegen - besteht noch viel Halbwissen und Unsicherheit. Um nur ein Beispiel zu nennen, glauben laut einer Umfrage noch rund 70% der Mädchen und Frauen, dass - neben anderen Faktoren - die genetische Veranlagung für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich ist. Nur 22 % der Frauen, die bereits Kenntnisse zum Thema Gebärmutterhalskrebs hatten, haben auch schon von HPV als Auslöser gehört (GSK, 8/2006).

Eine gute Aufklärung und ein fundiertes Wissen der Bevölkerung bezüglich der Verbreitung und der Ansteckungswege ist umso wichtiger, um effizient Vorbeugungsmaßnahmen treffen zu können.

Impfstoffe gegen HPV 16 und HPV 18

Es gibt Impfstoffe gegen die Hauptverursacher von Gebärmutterhalkrebs, die Humanen Papillomviren HPV 16 und 18. Die Ständige Impfkommission hat im März 2007 eine Empfehlung für die Impfung gegen Humane Papillomviren für Mädchen von 12 bis 17 Jahren ausgesprochen. Durch eine solche Impfung kann der Erkrankung noch wirksamer vorgebeugt werden.

Allerdings bleibt die Früherkennungsuntersuchung auch für geimpfte Frauen wichtig. Denn die HPV-Impfung deckt nicht alle Krebs auslösenden Viren ab.

Der Name ZERVITA

Der Name ZERVITA setzt sich aus den Begriffen "Zervix" (Gebärmutterhals) und "vita" (Leben) zusammen - es verdeutlicht also das Ziel von ZERVITA: "Leben mit einem gesunden Gebärmutterhals".

An wen richtet sich ZERVITA?

  • ZERVITA richtet sich an Mädchen und Frauen, aber auch an Ärzte und die Presse. Ziel ist es umfassende Informationen zum Thema "Gebärmutterhalskrebs" sowie die Hauptverursacher - die Humanen Papillomviren (HPV) - zu liefern.

Wie kann ZERVITA mich unterstützen?


  • Für Fragen rund um Gebärmutterhalskrebs, Vorsorge, HPV und Impfung stehen kompetente Ansprechpartner per Mail oder Telefon bereit.
  • ZERVITA stellt qualitätsgesicherte, umfassende und objektive Informationen zum Thema Gebärmutterhalskrebs und HPV zur Verfügung.
  • ZERVITA hat verschiedene Broschüren mit unterschiedlichen Informationsschwerpunkten zum Download erstellt.