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Unerwünschte Wirkungen der HPV-Impfung

Die HPV-Impfung wird als sicher und gut verträglich eingeschätzt.

Die am häufigsten aufgetretenen unerwünschten Wirkungen waren bei allen Impfstoffen örtliche Reaktionen (Rötung, Schwellung, Schmerzen) an der Einstichstelle (90%). Bei einer von zehn Geimpften wurde eine vorübergehende Temperaturerhöhung beobachtet. Nicht auszuschließen sind Übelkeit, Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Atembeschwerden, Nesselsucht oder Ausschlag und Gelenkbeschwerden.

Selten wurde auch von Ohnmachtsanfällen nach der Impfung berichtet. Obwohl diese sehr selten sind, sollten die geimpfte Person nach der Impfung 15 Minuten in der Praxis zur Beobachtung bleiben.

In Einzelfällen wurde von folgenden Nebenwirkungen berichtet: Kopfschmerzen, geschwollene Lymphdrüsen im Halsbreich, Achselhöhle und Leisten sowie Guillan-Barré-Syndrom (Muskelschwäche, Kribbeln in Armen, Beinen und Oberkörper, Missempfindungen).

Im weiteren Verlauf von 5 Jahren Nachbeobachtung wurden keine Unterschiede in der Häufigkeit gesundheitlicher Störungen zwischen Geimpften und Nichtgeimpften festgestellt (Harper 2006).
Seit Einführung der Impfung wurden weltweit einige Todesfälle in zeitlicher Nähe zur Impfung gemeldet, ein ursächlicher Zusammenhang konnte bisher in keinem Fall bestätigt werden.

Kein erhöhtes Risiko für Multiple Skerose durch die HPV Impfung!

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie informierte Ende Januar 2015 in einer Pressemitteilung darüber, dass die HPV-Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs nicht das Risiko für Multiple Sklerose (MS) oder ähnliche Nervenerkrankungen erhöht. Dies wurde in zwei seriösen Studien kurz nacheinander bestätigt.

Schon kurz nach der Zulassung der Impfstoffe gegen HPV gab es einige Fallberichte über MS-Erkrankungen im kurzen zeitlichen Abstand zur erfolgten Impfung – damals war allerdings unklar, ob es sich dabei lediglich um Zufälle handelte. Zahlreiche Berichte in den Medien führten jedoch zu Verunsicherungen bei den Eltern von Mädchen und den Jugendlichen selbst.
Nun zeigt sich, dass dies unbegründet war und ist. Herr Prof. Heinz Wiendl von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie erklärt in der Pressemitteilung ausdrücklich, dass die HPV-Impfung guten Gewissens empfohlen wird, da man sich den Schutz vor Gebärmutterhalskrebs nicht durch Erkrankungsrisiken des Nervensystems erkauft.