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Individuelle Informationen beim KID:

Telefon: 0800 - 420 30 40

Ausland: 0049 - 62 21 - 99 98 000

E-Mail: krebsinformationsdienst@dkfz.de

Früherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt

Bei einer frauenärztlichen Untersuchung wird der untere Teil des Gebärmutterhalses mit seiner kleinen Öffnung, dem Muttermund, von der Scheide aus inspiziert. Von diesem Bereich entnimmt der Frauenarzt zur Krebsfrüherkennung Zellmaterial, das anschließend mikroskopisch begutachtet wird. Dieser so genannte Pap-Test ist Teil des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms.

In Deutschland hat jede Frau ab 20 Jahren Anspruch auf eine jährliche Früherkennungsuntersuchung.

Folgeuntersuchung bei positivem Befund

Anerkannter Standard zur Abklärung auffälliger Pap-Abstriche ist die Untersuchung des Gebärmutterhalses mit einem speziellen Lupeninstrument, dem Kolposkop, und die gezielte Entnahme und mikroskopische Untersuchung von kleinen Gewebeproben (Biopsien) aus den auffälligen Bereichen.

Die mikroskopische Untersuchung der Proben erlaubt die sichere Einstufung des Schweregrads der Veränderungen und ist Voraussetzung für die Festlegung der Therapie.

Außerdem kann ein Test auf Hochrisiko-Papillomviren feststellen, ob ein erhöhtes Risiko Zellauffälligkeiten zu entwickeln, besteht.

Kolposkopie

Untersuchung zur Abklärung auffälliger Pap-Abstriche der Gruppen III und III D sowie der Gruppe Pap IV

Umstrukturierung der gynäkologischen Krebsfrüherkennung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in einer Pressemitteilung am 16. September 2016 seine Änderungen der Eckpunkte für das zukünftige Screening auf Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom-Screening) bekannt gemacht.
Dieses soll voraussichtlich 2018 eingeführt werden.

Altersgruppe

Frauen zwischen 20 und 35 Jahren

Frauen über 35 Jahren

Früherkennungs-maßnahme

Jährliche Zytologie (Pap-Test)

Co-Testung (Zytologie und gleichzeitig HPV-Test zum Virusnachweis) alle drei Jahre

Einen Kommentar von ZERVITA zum geänderten Screening finden Sie hier.

Jährliche Krebsfrüherkennung

Nur etwa jede zweite Frau in Deutschland geht jährlich zur Krebsfrüherkennung. Insbesondere jüngere Frauen mit höherem Sozialstatus nehmen die jährliche Krebsfrüherkennung in Anspruch. Frauen, die älter als 50 Jahre sind, machen von dem Angebot kaum mehr Gebrauch.

Deutschland hat ein gesetzliches Krebsfrüherkennungsprogramm, das von den Krankenkassen bezahlt wird:

Auf einen Blick: Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen nach § 25 SGB V, die von der Krankenkasse bezahlt werden:

Ab 20 Jahre

Genitaluntersuchung von Gebärmutter, Eileitern und Eierstöcken. Außerdem entnimmt der Arzt Material aus dem Gebärmutterhalskanal, das auf Krebszellen untersucht wird. Es besteht ein jährlicher Anspruch auf eine Genitaluntersuchung zur Krebsfrüherkennung.

Ab 30 Jahren

Untersuchung der Brüste und der benachbarten Lymphknotenstationen durch Abtasten. Die Frau wird zudem zur regelmäßigen Selbstuntersuchung angeleitet.

Ab 35 Jahren

Ab 35 Jahren haben Frauen und Männer alle 2 Jahre Anspruch auf eine Untersuchung der Haut außerdem können sie Untersuchungen zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-, Nierenerkrankungen sowie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) wahrnehmen.

Ab 50 Jahren

Tastuntersuchung des Darms (Dickdarm und Rektum) einmal jährlich bei Frauen und Männern bis zum Alter von 55 Jahren, zudem erfolgt ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl.

Ab 55 Jahren

Frauen und Männer können sich für eine Spiegelung des gesamten Dickdarms (Koloskopie) mit einer Wiederholung nach frühestens zehn Jahren entscheiden oder alle zwei Jahre einen Stuhltest machen lassen.

Von 50 bis 69 Jahren

Früherkennungs-Mammographie; Frauen dieser Altersgruppe werden alle zwei Jahre zu einer Röntgenuntersuchung der Brust (Mammographie) eingeladen. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, schon sehr kleine Tumoren zu erkennen und dann erfolgreich zu behandeln.

Screening international

In anderen Ländern gibt es vergleichbare Früherkennungsmaßnahmen, die sich an den Richtlinien der WHO orientieren.

Besondere Bedeutung für die Früherkennung des Zervixkarzinoms kommt dem Zellabstrich zu, dem sogenannten Pap-Test.

Befunde der zytologischen Früherkennungsuntersuchung werden anhand der sogenannten Münchner Nomenklatur in verschiedene Gruppen eingeteilt.

HPV-Tests können nachweisen, ob Zellen des Gebärmutterhalses mit Humanen Papillomviren (HPV) infiziert sind. Die Tests weisen das Erbgut (DNA) der Viren nach.