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Die Gebärmutter

Die Gebärmutter, das innere Geschlechtsorgan der Frau, befindet sich hinter der Harnblase und vor dem Darm im kleinen Becken. Sie ist wie eine auf dem Kopf stehende, etwa zehn Zentimeter lange Birne geformt.

Anatomie

Der breite obere Hauptteil wird „Gebärmutterkörper“ genannt, der untere schmale Abschnitt läuft in die Scheide aus. Dieser circa vier Zentimeter lange Teil ist der Gebärmutterhals, in der medizinischen Fachsprache auch als „Cervix uteri“ oder kurz als „Zervix“ bezeichnet.


Ihre Aufgabe

Von Flüssigkeit umgeben und eingebettet in den Körper der Mutter, wächst in der Gebärmutter ein neuer Mensch innerhalb von 270 Tagen heran.
Dabei vergrößert sich das Organ erheblich: Vor der Empfängnis wiegt die Gebärmutter etwa 50 bis 100 Gramm, zum Zeitpunkt der Geburt bis zu 1.100 Gramm.

Der Gebärmutterhals (Zervix)

Der Gebärmutterhals (Zervix, Cervix uteri) bildet das untere Drittel der Gebärmutter. Er ragt ein Stück in das Scheidengewölbe hinein und öffnet sich mit dem Muttermund (Portio vaginalis). Der Gebärmutterhals besteht aus Bindegewebe und Muskulatur, durchzogen von Blut- und Lymphgefäßen.

Im äußeren und von der Scheide aus sichtbaren Bereich ist der Gebärmutterhals von einem so genannten Plattenepithel überzogen. Der innere Anteil, der Gebärmutterhals- oder Zervikalkanal, ist mit so genanntem Zylinderepithel ausgekleidet, das schleimbildende Drüsenzellen enthält.

Der Bereich in dem Plattenepithel und Zylinderepithel aufeinandertreffen wird als Übergangszone oder Transformationszone bezeichnet. Sie verschiebt sich im Laufe des Lebens in den Zervikalkanal hinein. Diese Übergangszone ist von Umbauvorgängen besonders betroffen, wodurch Gebärmutterhalskarzinome und ihre Vorstufen an diesem Entstehungsort entstehen können. Zirka 75 Prozent der Karzinome gehen vom Plattenepithel aus und werden deshalb als Plattenepithelkarzinome bezeichnet.

Wesentlich seltener sind sogenannte Adenokarzinome, die im Drüsenepithel entstehen und einen Anteil von etwa 20 Prozent aller Gebärmutterhalskarzinome ausmachen.

Frauenärztliche Untersuchung

Bei einer frauenärztlichen Untersuchung wird der untere Teil des Gebärmutterhalses mit seiner kleinen Öffnung, dem Muttermund, von der Scheide aus inspiziert. Von diesem Bereich entnimmt der Frauenarzt zur Krebsfrüherkennung Zellmaterial, das anschließend mikroskopisch begutachtet wird.

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ZERVITA Info Broschüre (2. Auflage März 2011) über Gebärmutterhalskrebs: Vorbeugen-Erkennen-Behandeln