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Verbreitung von Humanen Papillomviren (HPV)

Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet und werden vornehmlich durch genitalen Kontakt, am häufigsten durch Geschlechtsverkehr, übertragen (Weaver 2006, Wiley 2006).

Häufigkeit

Eine HPV-Infektion ist sehr häufig:  75 bis 80 Prozent aller Frauen und Männer infizieren sich im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal mit genitalem HPV (Weaver 2006). 24 Monate nach Beginn der sexuellen Aktivität sind rund 40 Prozent der Mädchen und jungen Frauen mit Humanen Papillomviren infiziert, nach 56 Monaten sind es rund 70 Prozent (Kjaer 2001). Die meisten HPV-Infektionen bleiben unbemerkt und heilen innerhalb von sechs bis 24 Monaten folgenlos aus.

  • Somit ist eine vorübergehende HPV-Infektion als eine ganz normale Folge sexueller Aktivität anzusehen.
  • Jeder Infizierte kann die Viren durch genitalen Kontakt auf einen anderen Menschen übertragen.
  • Die Infektionsrate liegt bei Menschen unter 30 Jahren höher und fällt mit steigendem Alter kontinuierlich ab (Dunne 2007).

Da sich die HPV im gesamten Genitalbereich aufhalten können, bieten Kondome keinen sicheren Schutz vor einer Infektion (Vaccarella 2006, Weaver 2006). Trotzdem können sie das Risiko einer HPV-Infektion zumindest verringern und schützen zudem vor anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen. Auch Beschneidung (Zirkumzision) kann die Übertragung von HPV verringern (Castellsague 2003, Van Howe 2006).